A1/A3 oder A2: Welchen Drohnenführerschein brauchst du?
„Drohnenführerschein“ ist der Alltagsname für zwei verschiedene Dokumente: den EU-Kompetenznachweis A1/A3 und das EU-Fernpilotenzeugnis A2. Welches du brauchst, hängt vom Gewicht deiner Drohne und davon ab, wie nah du an Menschen fliegen willst. Hier der Unterschied in fünf Minuten.
Kompetenznachweis A1/A3: die Basis
- Wer braucht ihn: Alle, die in der offenen Kategorie eine Drohne ab 250 g oder eine Drohne der Klassen C1 bis C3 fliegen. Nur für eine C0-Drohne oder eine Drohne unter 250 g, etwa eine DJI Mini, ist er keine Pflicht – empfohlen ist er trotzdem.
- Was er erlaubt: Unterkategorie A1 (unter 900 g, C0/C1): Überflug einzelner unbeteiligter Personen ist zu vermeiden, aber kein Mindestabstand. Unterkategorie A3 (bis 25 kg): 150 m Abstand zu Wohn-, Gewerbe- und Industriegebieten, keine unbeteiligten Personen in der Nähe.
- Prüfung: Online-Training und Online-Prüfung beim Luftfahrt-Bundesamt (40 Fragen; das Training ist kostenlos, Prüfung und Ausstellung kosten 25 Euro), gültig fünf Jahre.
Fernpilotenzeugnis A2: näher an Menschen
- Wer braucht es: Wer mit einer Drohne der Klasse C2 (bis 4 kg, z. B. Mavic 3 mit C2-Label) in Unterkategorie A2 fliegen will – also in Wohngebieten und bis 30 m an unbeteiligte Personen heran (5 m im Langsamflugmodus).
- Voraussetzung: Gültiger A1/A3-Nachweis, Selbsterklärung über ein praktisches Selbststudium, dann die Theorieprüfung bei einer vom LBA benannten Stelle (30 Fragen, in der Regel 25 bis 50 Euro), gültig fünf Jahre.
- Wichtig: A2 schließt A1/A3 ein – wer A2 hat, hat automatisch beides. In Hoverpoint zeigt der Dokumenten-Tresor deshalb nur noch eine Karte „Kompetenznachweis“, auf der das höhere Zeugnis zählt.
Entscheidungshilfe
- Drohne unter 250 g (C0) ohne weitere Ambitionen: kein Nachweis nötig, aber Registrierung, wenn eine Kamera an Bord ist.
- Drohne 250 g bis 25 kg, Flüge auf dem Land und weit weg von Menschen: A1/A3 reicht.
- C2-Drohne und Flüge in bebautem Gebiet oder nah an Personen: A2 ist Pflicht.
- Flüge über Menschenansammlungen, über 120 m oder außerhalb der Sichtweite: keine Frage des Führerscheins mehr, sondern der speziellen Kategorie – Betriebsgenehmigung mit SORA-Risikobewertung, die Hoverpoint Pro mit dem SORA-Assistenten vorbereitet.
Was sonst noch zur Ausrüstung gehört
- Registrierung als Betreiber (e-ID) beim Luftfahrt-Bundesamt – Pflicht ab 250 g oder mit Kamera; die e-ID muss sichtbar an der Drohne angebracht sein.
- Drohnenhaftpflicht – in Deutschland für jede Drohne Pflicht, unabhängig vom Gewicht.
- Ablauffristen im Blick: Beide Nachweise laufen nach fünf Jahren ab. Hoverpoint erinnert dich 90, 30 und 7 Tage vorher per Push, wenn das Datum im Dokumenten-Tresor steht.
Häufige Fragen zum Drohnenführerschein
Was kostet der Drohnenführerschein A1/A3?
Das Online-Training beim Luftfahrt-Bundesamt ist kostenlos. Für die Online-Prüfung und die Ausstellung des Kompetenznachweises A1/A3 verlangt das LBA 25 Euro. Für das Fernpilotenzeugnis A2 berechnet das LBA 30 Euro für die Ausstellung; die Prüfstelle kann für die Prüfung eine eigene Gebühr verlangen.
Brauche ich für eine DJI Mini einen Drohnenführerschein?
Für eine Mini der Klasse C0 (unter 250 g) nicht. Der Kompetenznachweis wird trotzdem empfohlen, und die Registrierung als Betreiber ist Pflicht, sobald eine Kamera an Bord ist – also bei jeder Mini.
Ersetzt A2 den Nachweis A1/A3?
Ja, das Fernpilotenzeugnis A2 setzt A1/A3 voraus und schließt die Rechte von A1 und A3 ein. Du musst nur noch das A2-Zeugnis mitführen.
Wie lange ist der Drohnenführerschein gültig?
Kompetenznachweis A1/A3 und Fernpilotenzeugnis A2 gelten jeweils fünf Jahre ab Ausstellung. Danach ist eine erneute Prüfung nötig; Hoverpoint erinnert dich rechtzeitig, wenn das Ablaufdatum hinterlegt ist.
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