Erste Drohne? Die vier Schritte bis zum ersten Flug

Drohnie, das Hoverpoint-Maskottchen, zeigt Daumen hoch

Du hast gerade deine erste Drohne ausgepackt. Bevor sie in Deutschland legal abhebt, sind vier Dinge zu erledigen – die ersten drei nur einmal, die meisten an einem Abend. Hier die Reihenfolge, mit Kosten und Links.

Schritt 1: Als Betreiber registrieren

  • Wer: jeder, dessen Drohne 250 g oder mehr wiegt oder eine Kamera hat (Spielzeug ausgenommen). Das betrifft praktisch jede Kameradrohne, auch eine DJI Mini.
  • Wo: online beim Luftfahrt-Bundesamt unter uas-registration.lba-openuav.de. Registriert wird der Betreiber – du als Person oder dein Unternehmen –, nicht jede Drohne einzeln.
  • Kosten und Dauer: 20 Euro für Privatpersonen, die Bearbeitung dauert bis zu 14 Werktage.
  • Danach: Du bekommst eine Betreiber-Registrierungsnummer, die e-ID. Sie muss sichtbar an jeder deiner Drohnen kleben. Hat deine Drohne Remote ID (Pflicht bei den Klassen C1 bis C3), hinterlegst du die e-ID zusätzlich in der Drohne bzw. ihrer App, damit sie sie im Flug sendet.

Schritt 2: Kompetenznachweis A1/A3

  • Wer ihn braucht: alle mit einer Drohne ab 250 g oder einer Drohne der Klassen C1 bis C3. Für eine C0-Drohne oder eine Drohne unter 250 g ist er keine Pflicht, das LBA empfiehlt ihn trotzdem.
  • Ablauf: kostenloses Online-Training beim LBA, danach eine Online-Prüfung mit 40 Fragen.
  • Kosten: 25 Euro für Prüfung und Ausstellung, gültig fünf Jahre.
  • Näher an Menschen: Mit einer C0- oder C1-Drohne fliegst du in der Unterkategorie A1 und darfst auch in der Nähe unbeteiligter Menschen fliegen, nur nicht über Menschenansammlungen – dafür reicht A1/A3. Das Fernpilotenzeugnis A2 brauchst du erst, wenn du mit einer C2-Drohne näher an Menschen fliegen willst: dann gelten 30 m Abstand, mit aktivem Langsamflugmodus 5 m. Den Unterschied erklärt der Ratgeber Drohnenführerschein A1/A3 oder A2.

Schritt 3: Haftpflichtversicherung

  • Pflicht für jede Drohne: In Deutschland braucht jede Drohne eine Haftpflichtversicherung, egal wie leicht (§ 43 Luftverkehrsgesetz). Ohne Versicherung zu fliegen ist ein Verstoß.
  • Privathaftpflicht prüfen: Viele Policen schließen Drohnen aus oder decken sie nur bis zu einem bestimmten Gewicht. Steht in deiner Police nichts ausdrücklich zu Drohnen, brauchst du eine eigene Drohnen-Haftpflicht. Worauf es dabei ankommt: Drohnen-Haftpflicht.
  • Nachweis dabeihaben: Den Versicherungsnachweis musst du beim Fliegen mitführen. In der Hoverpoint-App liegt er im EFB griffbereit.

Schritt 4: Startplatz prüfen – vor jedem Flug

  • Geozonen: Flughäfen, Naturschutzgebiete, Wohngrundstücke, Bundesstraßen und viele andere Flächen sind Geozonen mit eigenen Regeln. Welche davon deinen Startpunkt berührt, zeigt der kostenlose Luftraum-Check oder die Karte in der App. Mehr dazu: Drohnen-Flugzonen in Deutschland.
  • NOTAMs: Kurzfristige Sperrungen stehen in NOTAMs. Wie du sie liest, erklärt NOTAM für Drohnenpiloten.
  • Wetter: Der Wind in Flughöhe ist oft deutlich stärker als am Boden. Grenzwerte je Modell stehen in Drohnen-Windlimits.
  • Grundregeln: höchstens 120 m über Grund, immer in Sichtweite, nicht über Menschenansammlungen.

Checkliste vor dem ersten Flug

  • e-ID klebt an der Drohne.
  • Versicherungsnachweis und Kompetenznachweis sind dabei, auf Papier oder digital.
  • Akkus geladen, Firmware aktuell, Propeller ohne Risse.
  • Startplatz geprüft: Geozone, NOTAM, Wind.
  • Start- und Landefläche frei, keine Menschen im Weg.

Eigene Checklisten zum Abhaken gibt es in der Hoverpoint-App und in der Web-App.

Die wichtigsten Begriffe

A1/A3
Der EU-Kompetenznachweis für die offene Kategorie. Online beim LBA, 40 Fragen, fünf Jahre gültig.
A2
Das EU-Fernpilotenzeugnis. Erlaubt mit einer Drohne der Klasse C2 Flüge näher an unbeteiligten Menschen und setzt A1/A3 voraus.
C0 bis C4
Klassen, die der Hersteller für eine Drohne vergibt. Die Klasse legt fest, in welcher Unterkategorie du fliegen darfst. C0 bedeutet unter 250 g.
CTR (Kontrollzone)
Der Luftraum um einen Flughafen. Dort brauchst du eine Freigabe der Flugsicherung; für manche Bereiche gibt es eine allgemeine Freigabe mit fester Höhengrenze.
DFS
Die Deutsche Flugsicherung. Sie ist für Freigaben in Kontrollzonen zuständig.
DIPUL
Die Digitale Plattform Unbemannte Luftfahrt des Bundes, die amtliche Karte aller Geozonen in Deutschland. Hoverpoint fragt sie live ab.
e-ID
Deine Registriernummer als Drohnenbetreiber. Sie muss sichtbar an jeder deiner Drohnen kleben.
EFB
Electronic Flight Bag: die digitale Dokumentenmappe in der App für Versicherung, Nachweise und Genehmigungen.
Geozone
Ein Gebiet mit eigenen Regeln für Drohnen, zum Beispiel ein Flughafen, ein Naturschutzgebiet oder ein Wohngrundstück. Manche Geozonen verbieten den Flug, andere verlangen eine Zustimmung.
Kp-Index
Ein Maß für die Unruhe des Erdmagnetfelds von 0 bis 9. Bei hohen Werten, etwa ab Kp 5, können GPS und Kompass ungenau werden.
LBA
Das Luftfahrt-Bundesamt. Es registriert Drohnenbetreiber und stellt Kompetenznachweise aus.
NOTAM
Notice to Airmen: eine amtliche Kurzmeldung über vorübergehende Einschränkungen, etwa Sperrungen bei Großveranstaltungen.
Offene Kategorie
Der Regelrahmen für die meisten Hobby- und Fotoflüge: höchstens 120 m über Grund, in Sichtweite, ohne Genehmigung.
Spezielle Kategorie
Alles, was über die offene Kategorie hinausgeht, etwa Flüge außer Sichtweite. Dafür brauchst du eine Betriebsgenehmigung.
Remote ID
Die Drohne sendet im Flug ihre e-ID und ihre Position per Funk. Pflicht für Drohnen der Klassen C1 bis C3.
Sichtweite (VLOS)
Visual Line of Sight: Du musst die Drohne jederzeit mit eigenen Augen sehen können. BVLOS heißt außer Sichtweite.
§ 21h LuftVO
Die Vorschrift, die in Deutschland die Geozonen für Drohnen festlegt. Für Flüge in manchen Zonen brauchst du eine Zustimmung oder eine Ausnahme der Behörde.

Schritt 4 erledigt Hoverpoint vor jedem Flug mit einem Tipp: Geozone, Luftraum, NOTAMs und Wind für genau den Punkt, an dem du starten willst. Hoverpoint für Android und iOS oder direkt im Browser unter web.hoverpoint.info.

Hinweis: Diese Seite fasst den Stand September 2026 für Deutschland zusammen und ersetzt weder Rechtsberatung noch eine behördliche Auskunft. Verbindlich sind die jeweils geltenden Vorschriften.

Zum Weiterlesen

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